Die lutherische Wartehalle.

Ich weiß nicht, wer im Konsulat diese weniger schöne Idee hatte, aber die Ausgabe der Lebendbescheinigungen für die Weiterbewilligung von russischen Renten erfolgt (neuerdings/ seit ein Paar Jahren?) in Hamburg jährlich an einem vorher festgesetzten Tag zu einer festen Uhrzeit in einer angemieteten ev. luth. Kirche…

Ich habe meine Oma dorthin begleitet und fand das alles irgendwie arg befremdlich. Die Damen und Herren Pensionäre mit russischer Staatsangehörigkeit werden also in dem zum Wartesaal umfunktionierten Kirchenraum platziert (oder gepfercht, es herrscht passendes Treiben, 75% der Damen tragen Berets-in Vorahnung dessen wählte ich an diesem Tag meine andere Alltagsmütze) und dann in alphabetischer Reihenfolge mit Nachnamen,Vornamen und Patronym aufgerufen, müssen einzeln mit Pass vorne antreten und nehmen dann die Bescheinigung entgegen.
Aus interreligös-beratungstechnischer Sicht finde ich das Alles irgendwie nun ja…nicht optimal.

Andererseits vermeidet das natürlich Leerstand von Kirchen, wenn diese so an hohen Feiertagen der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

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