Zeichentablette…

ist nichts, was von der Krankenkasse bei fehlendem Talent für künstlerische Betätigung (oder dem Fehlen von Verständnis für weltweit geltende Symbole) verschrieben wird.
Ach wie …hättest Du gar nicht gedacht…na sowas! 😉

Eigentlich ist das ja hier eher ein sentimental angehauchter privater Blog und es warten auch schon ein Paar Blogposts (und eine -Roll) jedweder Couleur auf ihre Feststellung, aber da die liebe Teacheridoo mich so nett nach meiner Meining gefragt hat und ich ja auch überhaupt erst durch die ganzen EduBlogger auf dieses nette Schreibhobby gekommen bin, kommt von mir jetzt ein kleiner technischer Erfahrungsbericht.

Das gute an Zeichntabletts (oder Grafik-Tabletts) ist nämlich, dass es auch solchen Grobmotorikerinnen wie mir intuitive,schnelle und präzisere „Mausarbeit“ ermöglicht. Mag sein, dass das für den ein oder Anderen kein ausreichender Grund ist. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich es nicht mehr missen möchte. Es gibt da sicherlich viele Modelle…unter Anderem habe ich vor Jahren auch mal welche bei Weltbild oder vor kurzem bei Aldi (Medion) gesehen. Ich habe meins bei Saturn gekauft, weil mir danach war in einen Laden zu gehen und es sofort mitnehmen zu können. Von dem Hersteller „Wacom“ gab es an dem Tag drei Modelle  dieses „BAMBOO“s, die sich von einander durch ihre bunte Verpackung und ihren jeweils aufsteigenden Preis unterschieden.

-grün: „mein“ Bamboo Pen CTL470 für 59€
-blau:  Bamboo Pen&Touch (wie der Name schon sagt mit der Möglichket seine Maus auch mit der Hand zu bedienen)
und noch Irgendeins (größer oder mehr Zubehör, auf jeden Fall teurer)

Im Lieferumfang beider Geräte- Tablett mit Schlaufe rechts für den Stift
Stift (schnurrlos und hat auch keine Batterie nötig)
– (sehr dünnes) USB-Kabel zum Anschluss
Treiber-CD (inkl. Apps für Notizen und zum direkten Twittern von Zeichnungen z.B)
Ersatzminen und Wechselwerkzeug (wobei das Raus- und Wiedereinsetzen häufig schon Wunder wirkt)

Ich habe mich nicht nur mit Blick auf den Preis gegen die Variante mit Touch (die wohl aber auch abstellbar sein soll?) entschieden. Ich tendiere dazu meine Stifte relativ weit unten anzufassen und den Handballen auf dem Schreibpapier abzulegen. Genaus das klappt jetzt auch perfekt (ohne das Beispielsweise mein Handballen die Kontrolle über die Maus übernimmt, während ich eigentlich mit dem Stift arbeite)

Verwendung
Auf dem Tablett sind in grau leichte Ecken eingezeichnet, die auf den Arbeitsbereich des Tabletts hinweisen und gleichzeitig Stellvertretend für den Bildschirmrand stehen. Man kann die Einstellung so ändern,dass Stift und Tablett wie Maus & Mauspad zueinanderstehen. (Dort wo man mit der Maus beim Absetzten des Stift war dort ist auch die Maus, wenn man wieder ansetzt.)
Ausgangseinstellung und zuerst vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist aber die maßstabsgetreue Verwendung, die ich auch weiterbenutze): Jeder mögliche Punkt auf dem Tablett entspricht einem Punkt auf dem Bildschirm.
(Wenn man sein Fenster schließen will tut man dies in der rechten oberen Ecke des Tabletts.)
Die Mausführung ist folgendermaßen: „Bewegen“ geht durch das Halten und Führen des Stiftes in ein Paar Millimeter Höhe über der Tablettoberfläche.
Linksklick/Ziehen/Markieren/Schreiben/Zeichnen durch Antippen/direkten Kontakt von Stift und Tablett.
Rechtsklick entweder durch das etwas längere Antippen der jeweiligen Stelle oder in dem man in ein Paar Millimeter Höhe die Taste des Stifts bedient.

Einsatz/Programme
Es mag sicher ganz famose Zusatzprogramme für das grafische Arbeiten geben. z.B alles in Richtung Photoshop und Autodesk. Ich bin mit Word und Paint aufgewachsen  und mach fast alles damit. Wenn ich für die Uni mehrere eingescannte Seiten auf eine bringen möchte (es lohnt sich wirklich zB 4 Seiten auf eine zu bringen, aber eben OHNE doppeltdreifachen weissen Rand), dann nutze ich beim Adobe PDF Reader die Schnappschussfunktion. (Unter „Bearbeiten) und setzte das dann je nachdem bei Paint oder Word zusammen
Das Windows Pendant dazu ist ab Vista zusätzlich zur bekannten Tastaturtaste „Druck“ (neben F12) das Snipping Tool, das ermöglicht den benötigten Bereich zu markieren und diesen auch gleich in die Zwischenablage verschiebt (dazu ist es nicht nötig das Fenster, das dann mit dem Ausschnitt aufgeht zu speichern oder noch mal auf „Kopieren“ zu klicken, dort ist es schon)
Empfehlungen anderer Twitterer sind außerdem noch: PDF Annotator und Foxit Reader
Secondscreen-Tauglichkeit
ebenfalls vorhanden, man sollte nur beachten das dann jeweils eine Hälfte (links oder rechts, hochkant) des Tabletts dem jeweiligen Querformat-Bildschirm (wenn man aber beim Benutzen immerzu auf die Bildschirme schaut,gewöhnt man sich recht schnell daran)

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5 Gedanken zu “Zeichentablette…

  1. Wie lange hast du denn gebraucht, um dich auf die neue Steuerung mit dem Tablett zu gewöhnen? Ich war da irgendwie zu schusselig und nutze mein Wacom (das große mit Pen und Touch) eigentlich nur für Bildbearbeitung. Es gäbe bestimmt noch Tools, mit denen man das Grafiktablett intuitiver in Windows einbetten könnte, aber ich habe mir nie die Arbeit gemacht danach zu suchen. Und die paar Tools, die auf der CD sind, sind nicht der Rede wert und eher Spielerei…

  2. – Auf die maßstabsgetreue Benutzung musste ich mich nicht so lange (1-2 Abende?) gewöhnen, weil ich am zweiten Abend gemerkt habe ,dass ich meinen Arm problemlos auf dem Ding ablegen kann und dann nur noch auf den Bildschirm schauen brauche. Etwas unbequem fand ich anfangs dieses „in der Luft hängen“ der Stiftmine!
    – Ganz schlimm war die Abgewöhnung, als ich mal meinen Stift im Metronom liegen gelassen habe. Ich habe ein bisschen warten müssen bis es einen Ersatzstift zu einem halbwegs für mich bezahlbaren Preis bei eBay gab. (Immerhin auch noch 22€).
    – Gelegentlich benutze ich auch die Handschrifterkennung von Windwos, die bei mir automatisch angeht, wenn ich es anschließe. Schön wäre, wenn man direkt auf der Din A4 Seite von Word längere Texte schreiben könnte,die erst anschließend umformatiert werden würden,um dann noch nachzujustieren.

  3. Danke für den Bericht. 🙂 Ich merke mir so ein Teil mal vor, auch wenn es ja doch irgendwie eher Spielerei ist, oder? 😉

    Ich nehme mal an, dass so ein Zeichentablet weit mehr kann als ein herkömmliches Tablet (in meinem Fall das Samsung Galaxy Tab II)? Oder lohnt sich die Anschaffung dann doch nicht mehr? (Ich habe mich da noch nie weiter mit beschäftigt. Sollte ich mal tun, merke ich gerade.)

    • Ich sehe es wie oben erwähnt eher als Mausersatz an. Die Spielerei besteht darin das man quasi mit einem Fineliner durch die Weltgeschichte navigiert, statt einen Edding durch den Raum zu schmeißen. (Ich LIEBE bekloppte Metaphern)
      Ein Tablet PC ist natürlich ebenfalls abhängig von seiner Verwendung Spielekonsolchen oder Arbeitsgerät, aber es ist vor allem schon ein kleiner eigenständiger Computer…

  4. Ich bin stolzer Besitzer eines Graphic- Tablets. Ich benutze ihn aber nur für Technische Zeichnungen, ansonsten ist er ein wenig zu unhandlich, bezogen auf zum Beispiel die Scrollfunktion bei der Maus die fehlt. Kann natürlich auch daran liegen, das ich eines der billigen Versionen von Bamboo gekauft habe. 🙂

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