Mit Pointe in die Wanne.

Gestern wäre Loriot 90 Jahre alt geworden… ein älterer Herr dessen Comicselbstbild dem von Helmut Schmidt sehr ähnlich sieht…neben dem dem Dialogischen Hamburger Religionsunterricht eine der integrationsprägensten Bekanntschaften meiner Schulzeit. Berühmt ist unter seinem Künstlernamen „Loriot“(dem französischen Wort für den Pirol, dem Wappentier seines Adelgeschlechts), aber ich kenne eigentlich kaum jemandem, der nicht auch beide Namen kennt.

Das Bild da oben ist von einem „jungen“ Künstler <a href=“https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151983155630659&amp;set=a.331527895658.196884.331524965658&amp;type=1&amp;theater“>Flix</a&gt;, der diesen berühmten Sketchcomic auf seine ganz eigene Art interpretiert hat (die Nasen zeichnet er allen seinen Comicprotagonisten eckig)…

Ich hatte immer mal wieder was von ihm im Fersehen gesehen, aber welchen Kultstatus er in der deutschen Gesellschaft einnahm, wurde mir erst in der neunten Klasse so richtig bewusst. Das allererste Jahr Darstellendes Spiel als Unterrichtsfach!!! – darauf hatte ich schon seit der Einschulungs aufs Gym gewartet, denn ich L(i)EBE das Theaterspielen (und ich bilde mir ein sogar nicht allzu unbegabt darin zu sein). Das einzig Blöde ist, dass ich nicht ganz so kreativ bezüglich eigener Szenen bin. Und die waren quasi Benotungsgrundlage des gesamten ersten Jahres. Dass wir nicht direkt im ersten Jahr mit einem ganzen Stück angefangen haben, kann ich nachvollziehen…eigene kleine Szenen (wie z. B. Verkaufssendung für Regenschirme)für mich zu entwerfen,bereitet mir immer etwas Kopfzerbrechen.

Zusammen mit mir und vielen PAs war ausserdem meine langjährige Pausengefährtin, die den Kurs wohl als das geringere Übel gewählt hatte. Wenig Engagement und eine gewisse „norddeutsche“ Steifheit erwatend, überraschte sie mich in dem sie ganz pragmatische Vorschläge lieferte und unsere Szenen so zum Erfolg werden ließ.

Zu ganz besonderer Höchstform lief sie aber auf, als von unserer Lehrerin Loriot an Herz gelegt wurde…und so spielten wir einen Sketch nach dem anderen…Das Ei, die Pferderennbahn, die Wanne u.v.m…Sie kannte alle auswendig, entwickelte einen Ehrgeiz die Pointen möglichst nah am Original zu inszenieren. Aus der   Leidensgenossenschaft wurde sogar für einige Jahre eine Art stabile Freundschaft … leider verlief sich das dann wieder, aber Loriot bleibt auf ewig untrennbar mit ihr verbunden =)

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